Damit wir nicht platzen

Wohnungsneubau schafft neue Aufgaben

Das Lichtenberg in Berlin ein guter Ort zum Leben ist, hat sich rumgesprochen. Der Bezirk wächst – freien Wohnraum gibt es gerade in den Stadtteilen an der Ringbahn praktisch nicht mehr. Das hat auch die Wohnungswirtschaft erkannt. Insgesamt sollen bis 2019 über 2.300 Wohnungen entstehen. Über die Hälfte davon für Ein-Personen-Haushalte – insbesondere Studierende.

Spatenstich des neuen Studentenwohnheimes an der Storkower Straße.

Spatenstich des neuen Studentenwohnheimes an der Storkower Straße.

Folgende Neubauprojekte entstehen in den kommenden zwei Jahren im Wahlkreis:

  • Storkower Straße: 129 Studierenden-Appartements
  • Alfred-Jung-Straße: 775 Studierenden-Appartements in zwei Bauphasen
  • Paul-Zobel-Straße: 70 Wohnungen
  • Lindenhof: 575 Wohnungen
  • Hochhaus am Stefan-Heym-Platz: 215 Wohnungen
  • alte Polizeiwache in der Rathausstraße: 136 Wohnungen
  • Frankfurter Allee 218 („Q218“): circa 500 Studierenden-Appartements

Es ist davon auszugehen, dass in diese neuen Wohnungen über 5.000 Menschen einziehen werden. 5.000 neue Nachbarinnen und Nachbarn. Darunter viele, die mit ihren jungen Kindern hierherziehen werden. Sie brauchen den neuen Wohnraum am dringendsten. Und sie brauchen Kitas. Spielplätze. Und ein paar Jahre später dann Grundschulen. In der Victoriastadt ruft man schon „Wir platzen“. Wenn die ohnehin bereits hohen Investitionen in Schulgebäude nicht nochmals in Größenordnungen gesteigert werden, wird man diesen Ruf auch bald rund um die Frankfurter Allee hören.

Der Bezirk kann die notwendigen Investitionen in Millionenhöhe nicht alleine stemmen. Das Berliner Abgeordnetenhaus und der Senat verfügen über die notwendigen finanziellen Mittel. Sie müssen stärker in die Pflicht genommen werden. Auch die Anforderungen an Bau und Betrieb von Kindertagesstätten können so angepasst werden, dass es leichter wird welche zu eröffnen. Falls ich am 18. September ins Abgeordnetenhaus gewählt werde, wird meine Hauptarbeit die Schaffung von Schul- und Kitaplätzen in unserem Kiez sein.